Martin Schedler ist ein Hammertyp! Er ist leidenschaftlicher Trail-Läufer (40 bis 86 Kilometer pro Lauf), wohnt in Eppelborn im Saarland, war 2015 Deutscher Meister und ist einer der besten in Deutschland, eigentlich auch international gesehen. Letztes Jahr gewann er mit der Deutschen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Portugal im Ultra-Trail die Bronzemedaille.

Traillaufen bedeutet, dass man abseits der Strassen läuft, auf natürlichem Untergrund, auf Pfaden, Wald- und Wiesenwegen. Dazu braucht man neben körperlicher Kondition auch viel Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit.

Martin Schedler trainiert nach seinen Angaben im deutschen Paradies für Trailläufer – auf den saarländischen Premiumwanderwegen!

Und jetzt will er es wissen! Saar-Hunsrück-Frühlingstrail! Er will am Samstag, 8.April 2017 am tiefsten Punkt des Saarlandes starten (Sonnenaufgang: 6:57 Uhr in Perl, 139m ü.N.N) und auf dem  höchsten Berg in Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf (816,3 m ü. N.N.) ins Ziel gehen. Dazwischen liegen 121, 3 km, 3.752 berghoch und 3.234 bergab fast ausschließlich auf dem Saar-Hunsrück-Steig. Dafür stehen ihm stehen maximal 14.14 Stunden zur Verfügung.

 

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Voll im Training an der Saarschleife! Im Jahr kommen da so rund 5000 bis 6000 Kilometer zusammen.

Martin, läuft man so eine Strecke mit einem Paar Laufschuhen?

Sofern das Wetter nicht ganz schlecht ist, werde ich wahrscheinlich mit einem Paar laufen. Ansonsten ist es halt eine ganz neue Erfahrung für mich, da ich noch nie soweit gelaufen bin und nicht weiß, wie ich mich z.B. nach 100km fühle. Ich werde ein paar Wechselschuhe auf jeden Fall mit einpacken und meine Frau wird sie entsprechend an den Verpflegungspunkten bereithalten.

Und wie weißt Du, wo es langgeht? Du läufst ja ganz alleine ohne Veranstaltung!

Ich habe eine Suunto-Uhr mit entsprechend eingebauter GPS- und Navigationsfunktion. Ich habe mir die Strecke im Vorfeld zusammengestellt. Ich habe stundenlang am PC gesessen und die Strecke immer wieder optimiert. (Orientierung an der GPX-Datei des Saar-Hunsrück-Steigs und Veränderung und Anpassung der Datei)

Landschaft und Begegnung mit der Natur. Bekommst Du bei der Anforderung davon noch was mit?

Ich bekomme da schon sehr viel mit. Bei einer solch anspruchsvollen Strecke mit bis zu 4000 m berghoch, läuft man natürlich schon ein anderes Tempo als auf der Straße. Mit zunehmender Streckenlänge werden für mich die Eindrücke intensiver. Genau die sich ständig verändernde Landschaft und diese Erlebnisse sind meine Motivation. Viele fragen mich: was denkt/überlegt man, während des stundenlangen Laufs, da würde es doch bestimmt langweilig. Ich kann dazu nur sagen: es wird nicht langweilig. Ich folge der Landschaft und den Eindrücken. Genau diese Bilder bleiben auch für immer im Kopf gespeichert. Jeder Lauf ist wie ein Abenteuer, eine ganz besondere Erfahrung!

Viel Glück, gutes Wetter, wunderbare Natureindrücke, gute Beine und geschmeidige Füße, ganz ohne Hungerast und viel Erfog sowieso!

Wie Martin Schedlers den Saar-Hunsrück-Frühlingstrail läuft, kann man auf seiner facebook-seite verfolgen.

Wir bieten seine Laufstrecke übrigens als mehrtägige Wanderung mit Übernachtung und Gepäcktansfer an. Aber das brauche ich Martin wohl nicht vorzuschlagen! :)

Fotos von Martin Schedler.