Schatz im Saarland entdeckt!

Collage: Sabine Caspar

Über spektakuläre Funde wird man gut informiert, denn sie gelangen meist in die Schlagzeilen. Als Heinrich Schliemann 1873 das antike Troja entdeckte, war das eine Weltsensation. Der Goldschatz des Priamos, den Schliemann ausgrub, gehört zu den faszinierendsten Funden der Archäologiegeschichte. Bis heute gibt es immer wieder solche außergewöhnlichen Entdeckungen. So wurden im November 2020 in der ägyptischen Totenstadt von Sakkara kunstvoll bemalte Sarkophage frei gelegt. Den ältesten Fund menschlicher Kultur im Saarland entdeckte übrigens Dr. Carl Danz 1940 in Ludweiler bei Völklingen. Es handelt sich um einen mandelförmigen Faustkeil aus der Altsteinzeit.

Doch mein Augenmerk richtet sich heute nicht auf diese Art von Schätzen. Mir geht es um Schätze, die höchstspannend sind und sehr persönlich.

Wer oder was ist ein Schatz?

Der wohl häufigste und bekannteste Kosename überhaupt ist der Kosename: „Schatz“. Er gilt sowohl für den weiblichen als auch den männlichen Partner. Wer seinen Partner:in so nennt, zeigt ihm oder ihr eine enorme Wertschätzung. Es muss aber nicht immer ein Mensch sein, an wen man sein Herz verschenkt. Auch Haustiere werden oft als wichtige Weggefährten empfunden. Sie geben dem Menschen eine Alltagsstruktur, schenken Nähe, bringen uns in Bewegung und verhelfen zugleich zu Ruhe und Entspannung, und sie schenken uns bedingungslose Liebe.

Für Eltern sind ihre Kinder oft der kostbarste Schatz auf der Welt. Gerne durchblättere ich Fotoalben. Erinnerungen an wertvolle Momente werden wach. Ohne dieses Foto würden dieser Schatz schnell zu einem verlorenen Schatz. Unvergessen und festgehalten sind auch die Zeilen, die in Lebensgeschichte notiert werden, aber auch Gebasteltes oder ein Geschenk können zum wertvoller Schatz werden.

Saarländische Schatzkammer

Als das Weltkulturerbe Völklinger Hütte uns Saarländer:innen die Frage stellte: „Was ist dein Schatz?“ und dazu aufrief, seinen Schatz in Form eines Fotos zuzusenden, konnte ich mich nicht entscheiden, welchen Schatz ich benennen sollte. Umso großartiger finde ich es, dass andere genau wussten, was konkret ihr Schatz ist. Dadurch ist nämlich eine wahre saarländische Schatzkammer entstanden: Persönlich, individuell und kostbar.

Es muss Oktober 1925 gewesen sein, als Paulchen an Hand seiner Mutter Luise Müller die ersten Schritte im alten Barock-Garten am Trillerhang in Alt-Saarbrücken gewagt hat. Paulchen ist Paul Müller, mein Vater. Der Familiensaga nach habe auch ich, geboren im Dezember 1945, in den ersten armen Nachkriegsmonaten in diesen Schuhen laufen gelernt. Diese Tradition habe ich 1971 und 1977 aufleben lassen und meine beiden Kinder zumindest ein paar zaghafte Schritte in diesen Schuhen gehen lassen. Paulchens Schuhe sind Mon Trésor, weil sie über die Familiengeschichte hinaus auch von feinstem Schusterhandwerk erzählen. Foto: Ursula Beckert
Es muss Oktober 1925 gewesen sein, als Paulchen an Hand seiner Mutter Luise Müller die ersten Schritte im alten Barock-Garten am Trillerhang in Alt-Saarbrücken gewagt hat. Paulchen ist Paul Müller, mein Vater. Der Familiensaga nach habe auch ich, geboren im Dezember 1945, in den ersten armen Nachkriegsmonaten in diesen Schuhen laufen gelernt. Diese Tradition habe ich 1971 und 1977 aufleben lassen und meine beiden Kinder zumindest ein paar zaghafte Schritte in diesen Schuhen gehen lassen. Paulchens Schuhe sind Mon Trésor, weil sie über die Familiengeschichte hinaus auch von feinstem Schusterhandwerk erzählen. Foto: Ursula Beckert

Einlass zur saarländischen Schatzkammer ist hier.

geschrieben von: sabine, am 19.03.2021

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