Was bitte ist denn ein Geschichtsdarsteller? Ganz einfach, das ist einer oder eine, die historische Ereignisse, Szenen oder Handwerk nachlebt, spielt oder inszeniert. In der Fachsprache heißt das dann RE-ENACTING oder LIVING HISTORY oder experimentelle Archäologie. Die Geschichte soll über die möglichst originale Darstellung verständlich und erlebbar gemacht werden.

Und wär hätte jetzt gedacht, dass sich im Saarland einmal im Jahr über 60 Profi-Geschichtsdarsteller aus sechs Ländern treffen. Kurz gesagt, Deutschlands Fachmesse für lebendige Geschichtsdarstellung und experimentelle Archäologie, die Internationale Reenactmentmesse – IRM2017 findet vom 22. bis  23. April 2017 im Archäologiepark Römische Villa Borg statt. Die Menschen kommen aus der Steinzeit bis zum 19. Jahrhundert nach Christius und zeigen Repliken und Ausrüstungsgegenstände, z. B. Leder- und Glaswaren, Literatur, Textilien, Alltagsgegenständen, Keramik, Korbwaren, Waffen, Schmuck, Bronzeobjekten und Statuen. Viel außergewöhnliche Handwerkskunst, die im Alltag oft schon lange ausgestorben ist. Eine riesen Show an detailgetreu nach Originalvorlage hergestellten Replikaten. Dazu gibt es Vorträge und Einblicke in aktuelle Projekte und Forschungsarbeiten.

Natürlich kommen auch Museen und Museumspädagogen, um sich zu informieren, um einzukaufen für die Shops oder den ein oder anderen Geschichtsdarsteller für das eigene Museumsfest zu buchen. Herzlich Willkommen sind nicht nur Kelten, Römer, Steinzeitmenschen und Hoch-Mittelalterliche, sondern alle die Lust haben, sich auf dieser einzigarten Messe umzuschauen und geschichtsträchtige Luft zu schnuppern. Vielleicht schlummert ja in jedem von uns ein Geschichtsdarsteller?

Eine detaillierte Ausstellerübersicht sowie das Vortragsprogramm sind auf der Webseite „www.reenactmentmesse.de“ einsehbar.

Eintritt:            Erwachsene 6 Euro, Familien 12 Euro

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Foto. Klaus Wallach