Mal ehrlich: Die Verlockung ist groß. Guck Dich um, überall kann Du sie bekommen, die Weihnachtsbäume – auf Parkplätzen, an Straßenkreuzungen, im Bau-M-arkt, sogar im Internet. Und wann aus dem 3-D-Drucker?

Vor lauter Bäumen vergisst man schnell: Unser Saarland ist das Land, wo der Christbaum wächst. Denn der Saarländer hat ein Herz für Weihnachten und pflanzt immer wieder weihnachtstaugliche Nadelbäume – von der Fichte bis zur Nordmanntanne – zwischen den Buchen, Birken und Eichen.

Das hat sich bis Berlin herum gesprochen: Die Kanzlerin hat dieses Jahr wieder einen aus dem Saarland. Ihrer kam aus einem Privatwald im Siersburger Wald, eine acht Meter hohe kerzengerade Nordmanntanne.

Wenn Dir danach ist, kannst Du im Saarland sogar selbst Hand anlegen, sprich Dir im Wald den Baum aussuchen und selbst fällen – schlagen macht selig.

Möglich macht es der Saarforst in einigen Revieren. Stichtag dieses Jahr: der 19. Dezember. Ab in den Wald und Säge und Handschuhe nicht vergessen. Für Glühwein sorgt in der Regel der Revierförster; bei der Scheune Neuhaus gibt es sogar einen Wintermarkt .

Wer sich mit Stamm und Säge nicht herum schlagen will, für den gibt es auch „schlagfertige“ Bäume, die nur noch ins Auto geladen werden müssen!

Wenn Du am 19. Dezember keine Zeit hast, fahr doch zum Wildparkpavillon im Meerwiesertalweg in Saarbrücken: Dort verkauft die Forstabteilung der Stadt Saarbrücken frisch geschlagene “Saarbrigger Bääm” vom 14. bis zum 23. Dezember.

Am Dreikönigstag ist der Weihnachtsbaum Schnee von gestern. Baumschmuck runter und entsorgen. Dann freue ich mich wieder auf die anderen Bäume im Wald. Vielleicht steht da schon mein Baum fürs nächste Jahr?

 

(Foto: Ralf Blechschmidt)