Sie scheint eine Verbündete zu sein.
Auch sie will zeigen, was das Saarland ALLES zu bieten hat.

Diese Verbündete möchte ich kennenlernen.

Ich schreibe ihr eine Mail.
Dabber (Schnell) bekomm ich eine Antwort.
Am nächsten Tag ist sie hier bei mir.

Herzlich Willkommen Petra Williams!

Wie das unter uns Saarländern so ist,
schwätze ma schnell nimme mit „Sie“ sondern mit „Du“!
Oh leck, eben wie Freunde unter sich ;-))

Seit wann singst du?
Schon immer, singe ich. Mache ich Musik.
Mit neun Jahren stand ich das erste Mal auf der Bühne und sang “die Liebe ist ein seltsames Spiel“. Ich lernte Klavier, Gitarre, komponiere meine eigenen Songs. Ich singe englisch, deutsch und seit zwei Jahren saarländisch. Saarländisch in die Welt hinaus!

Heisst du wirklich Williams?
Petra stimmt, mein Nachname ist entstanden in meiner Zeit in Los Angeles. Mein bester Freund hieß Williams. Wir alberten herum, was die Zukunft uns bringen wird und da wurde klar: Mein Künstlername ist Petra Williams.

Wie willst du der Welt zeigen, dass das Saarland mehr zu bieten hat?
Mit meiner Musik. Mein Ziel ist, den saarländischen Dialekt hoffähig zu machen. In der Ferne wurde mir bewusst, wie wichtig mir das Saarland ist. Wie sehr ich mit meiner Heimat verwurzelt bin. Ich komme immer wieder gerne nach Hause, ich gehe gern in den Neunkircher Zoo, mein Lieblingsort schon seit Kindheitstagen. Ich stehe gerne auf dem Galgenberg in Elversberg, dort habe ich einen super Überblick und dieser ist gerade an Silvester mein persönlicher Ausgehtipp.
Ich „kann“ das Saarländisch, wenn nötig, komplett ausblenden. Es kommt immer darauf an, ob das gegenüber Hochdeutsch oder Saarländisch spricht. Wenn aber mehrere Gesprächspartner an einem Tisch sitzen und der eine Saarländisch und der andere Hochdeutsch redet, dann switsche ich. Je nachdem, wem ich antworte. Das Saarländische setzt sich auf jeden Fall hier und da verstärkt durch.

Weiß die Welt nicht, was das Saarland zu bieten hat?
Ich finde, das Saarland ist noch zu wenig bekannt. Wir werden auch oft kleiner gemacht, als wir sind. Vielleicht stellen wir uns aber auch öfter kleiner dar. Vielleicht liegt es in unserer Mentalität. Ich wünsche mir, dass die Saarländer viel selbstbewusster werden. Meine Musik ist meine Antwort darauf. Derzeit versuchen wir das Album „Johrelang“ auf den Markt zu bringen bringen. Eine Mischung aus Rock, Pop mit Souleinflüssen, mit Trompeten, Posaunen und Saxophon.

Saarländisch versteht in der Welt nicht jeder? Hast du keine Sorge, dass etwas missverstanden wird?
Interpretieren darf jeder meine Musik selbst. Für Niedecken zum Beispiel hat das Lied „Verdammt lang her“ eine ganz andere Bedeutung als bei denen, die bei diesem Lied Party feiern.
Für mich ist im Dialekt vieles blumiger, authentischer. Ich kann auf Saarländisch noch mehr ausdrücken als sonst. „Ab in de Batsch“ klingt viel besser als „Matsch“. Meine Musik ist so wie ich bin. Ich bin zwar viel unterwegs,  aber klar ist, ich komm „imma widda hemm“.