Damals war es relativ einfach, so sagt man.

Wenn eine junge Frau spürte:„Der richtige Zeitpunkt ist da“!, machte sie sich auf den Weg zum Leistberg. Ihr Herz war bereit.

???????????????????????????????

Am Hange des Leistberges bei Güdesweiler kehrte sie in ein Kirchlein ein und hielt Andacht. Gerade dieses Kirchlein musste es sein, zu jener Zeit. Das Kirchlein war doch vom heiligen Valentin, dem Patron der Liebenden, selbst gegründet worden.

Sie atmete tief ein, sie nutzte die Stille um noch einmal bewusst in ihr Herz hinein zu hören. Ja, sie war bereit für die Liebe!

Voller Freude und Zuversicht ging sie nach der Andacht zum „Gute Buren“ und schöpfte Wasser. Sie war sicher, dass sie dabei auf einen ganz besonderen Stein trat. Sie war gespannt, welcher Mann daraufhin alsbald in ihr Leben trat. Eine Volkssage besagt nämlich, dass unmittelbar vor dem „Gute Buren“, heute „Gutem Brunnen“ sich ein Stein befinde, der die Kraft haben soll, Paare zusammen zu bringen.

???????????????????????????????

Dieser Tipp ist sicherlich gut für alle, die im heiratsfähigen Alter sind. Aber auch für mich, denn man hilft doch gerne und zeigt Wege auf zu „Amor“ oder nicht?

Die Zeiten ändern sich. Manches ist zerstört worden. Manches ist längst verfallen. Manches glücklicherweise neu errichtet. Was allem stand hält ist der „Gute Buren“. Er rieselt sein Quellwasser bis heute. Diesem Quellwasser wurde auch eine Bedeutung zugeschrieben. Es galt als Heilmittel gegen Augenkrankheiten. Das ergibt Sinn, denn Vorsicht! Manchmal macht Liebe eben auch blind!

Blind bin ich nicht, aber den besonderen Stein hier zu finden, gestaltete sich vor Ort wirklich schwierig. Ich bin ehrlich, den besonderen Stein fand ich nicht.

Dafür aber diesen besonderen Baum.

2

3

Hier sehe und spüre ich die Kraft der Liebe, sicher ist in ihm auch die Kraft vom heiligen Valentin, dem Patron der Liebenden.