Wer kann sich eigentlich eine Weltreise leisten? Der eine hat das Geld, aber leider keine Zeit – andere haben die Zeit, aber leider kein Geld!

Das war wahrscheinlich schon immer so! Auch als in den 60er Jahren die wunderbare Gulliver Welt im Deutsch- Französischen Garten (DFG) in Saarbrücken entstand und mehrere Generationen Saarländer und Lothringer hier auf Weltreise gingen. Bevorzugt am Sonntag Nachmittag, in Sonntagskleidern, die nie schmutzig werden durften, was der Sache einen leicht bitteren Beigeschmack gab.

Das hat sich gewaltig geändert! Die Gulliver Welt steht nicht mehr im DFG, sondern ganz frisch in Bexbach im botanischen Blumengarten. Die Kinder werfen sich mit Freude auf den Boden und versuchen einen Blick zu erhaschen, ins Innere der kleinen Sehenswürdigkeiten der Welt, so wie wohl auch Gulliver auf seinen Reise geschaut hat, bevor er gefesselt wurde.

Foto Susanne Renk, Schloss Neuschwanstein in Bexbach, reiseblog. saarland

Um Schloss Neuschwanstein zu sehen, braucht man nicht mehr nach Bayern zu reisen. Das Märchenschloss ist allerdings etwas kleiner als das Original: 1,60 m hoch, 2,80 m breit und 1,20 m tief. Sehr übersichtlich!

29 Miniaturen zeigen imposante Bauwerke der Welt, 33 sind geplant und 60 waren es damals im DFG. Hinter der Rettungsaktion der kleinen Gebäude steckt der Homburger Unternehmer Prof. Dr. Peter Theiss und Guiseppe Nardi, die über den Verein Gulliver 2.0 dieses Stück typisch saarländische Kultur vor dem Verschwinden retten. Die derzeit 29 Miniaturen wurden alle liebevoll restauriert.

Ludwigskirche in Saarbrücken Bexbach reiseblog.saarland Foto Susanne Renk

Natürlich darf das Saarland nicht fehlen. Die Ludwigskirche, eines der ältesten und kleinsten Exponate der alten Gulliver Welt, steht jetzt im blühenden Beet. Schön!

Im botanischen Garten steht jedoch ein Original: Der Hindenburgturm! In seinem Inneren befindet sich das saarländische Bergbaumuseum, gefüllt mit Geschichte und Gegenständen aus der Zeit des Bergbaus, mit viel Liebe gesammelt! Da darf und sollte man auch auf jeden Fall eintreten und die Welt rund um “unter Tage” erleben.

Reiseblog.saarland Foto Sussanne RenkSaarländisches Bergbaumuseum

Dazu ein schöner Spielplatz und viel Rasen und Schatten unter alten Bäumen, ideal zum Picknicken und Erholen. Denn so eine Weltreise kann ganz schön anstrengend sein!

“Do hinne steht noch me!!” ruft de Klen und die Familie zieht zügig hinterher!