Keine Angst, hier darf Kunst mit Füßen getreten werden.

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Na, geht doch! Diese kleine Gruppe steht auf „Kunst im öffentlichen Raum“.

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Mitte der 70er Jahre wurde der historische Ortskern von St. Johann in Saarbrücken, der St. Johanner Markt, in eine Fußgängerzone umgestaltet. Das Pflaster sollte zur Bühne für das öffentliche und gesellige Leben werden, der Autoverkehr und das dominierende Rotlichtmilieu wurden verbannt. Der saarländische Bildhauer Paul Schneider, inspiriert von dem Konzept der Umgestaltung des Wiener Stephanplatzes und Bildhauer-Symposien der 70er Jahre, entwarft eine Gestaltung aus hochwertigen Natursteinen: grauer Granit, grüner Melaphyr und roter Dorit! Dazu kam ein plastisch geformtes Bodenrelief von Architekt Lutz Rieger. Unterschiedliche Flächen entstanden, Bürgersteige verschwanden, Bordsteinkanten weichen und der Stengelsche Marktbrunnen kehrte an seinen ursprünglichen Platz von 1759 zurück.

Was für eine gute Entscheidung für Saarbrücken!

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Abendlicht auf Pflaster.

Doch nicht nur das Pflaster ist ein Kunstwerk, auch die vielen Natursteine am St. Johanner Markt, die gerne als Sitzgelegenheit dienen. Zwei Steine zeige ich jedem, der sie sehen will:

Das Gesangbuch für Riesen – so meine Bezeichnung! Es liegt vor der Basilika St. Johann, stammt vom dem Bildhauerpaar Anna Maria und Wolfgang Kubach-Wilmsen. Hier sitzt es sich gut und man kann das schöne Kirchenportal von Bildhauer und Maler Ernst Alt betrachten. Das lohnt sich immer wieder!

Musterhaft!

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Gesangbuch für Riesen!

Und dann meine Neuentdeckung nach ein paar Jahrzenten Marktbesuch: Die tropfenförmige Steinintarsie auf einem Kuben Ecke St. Johanner Markt / Fassstrasse erinnert an die vergangene Geschichte des Marktes als Zentrum der Prostitution. Die Träne einer Hure!

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“Träne einer Hure”