Im Saarland erzählt man sich gern den ein oder anderen Witz.
So hörte ich vor kurzer Zeit folgenden Witz:
Petrus, Johannes, Jesus und Maria sitzen im Himmel zusammen.
Thema des Zusammenkommens: Der alljährliche Betriebsausflug!

Jesus fragt in die Runde: “Wohin sollen wir in diesem Jahr anlässlich unseres Betriebsausflugs fahren? Habt ihr vielleicht Vorschläge?”

Johannes meint: „Lass uns nach Rom pilgern, dort ist es doch immer wieder schön.”

Die anderen jedoch wollen nicht: „Da waren wir schon so oft. Nicht schon wieder!“

“Dann lasst uns nach Lourdes fahren!” bringt sich Petrus ein. Aber auch das will die Mehrheit nicht: „Auch da waren wir schon!“

„Ich hab’s!“ ruft Maria fröhlich. “Lasst uns nach Marpingen  in den Härtelwald fahren! Dort war ich noch nicht!”

 

"Lass uns nach Marpingen, in den Härtelwald fahren. Dort war ich noch nicht!

“Lasst uns nach Marpingen in den Härtelwald fahren. Dort war ich noch nicht!”

Anmerkung zum Witz:

War sie wirklich noch nie dort, oder kann sich vielleicht Maria nur nicht mehr so genau daran erinnern?
Heute sah ich sie hier im Härtelwald und an der Marienverehrungsstätte jedenfalls nicht! Noch nicht!

Laut Recherche war Maria nach Angaben von Einigen bereits schon mal hier, im Härtelwald in Marpingen. Das erste Mal im Jahr 1876. Damals soll die Muttergottes drei achtjährigen Mädchen in dem am Ortsrand gelegenen Wald mehrmals erschienen sein. Inmitten des „Kulturkampfes“ zwischen dem preußischen Staat und der Katholischen Kirche führten diese Vorgänge sehr schnell zu staatlichen Reaktionen und Repressalien. Auch in der Zeitspanne 1934 bis 1936 haben Einige Maria an der Gnadenkapelle im Härtelwald angetroffen. Die Besuche von Maria bescherten Marpingen, das kleinen Dorf am Alsbach, in kürzester Zeit ein bundesweites Interesse und den Ruf, ein „deutsches Lourdes“ zu sein. Das letzte Mal wurde Maria vor 18 Jahren dort gesehen. Erwachsene sahen sie im Jahr 1999.

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Marpingen – das deutsche Lourdes.