Ausgestochene Plätzchen in Form von Sternen, Herzen oder gar Tannenbäumen sind ein Klassiker, ich habe sogar Förmchen für den Eifelturm, für Schafe und Füße – aber das Saarland als Plätzchen, das ist einmalig.

Das passende Förmchen gibt es bei Zuckerwerk in Saarbrücken. Die Idee hatte Simone Luley, Besitzerin der „süßen“ Boutique am Anfang der Mainzer Straße.

Simones Motto: Wir backen uns die Welt, wie sie uns gefällt.

Aufgewachsen ist sie im Land von Macarons und Millefeuilles, Éclairs und Tartes. Der Vater war Franzose, die Mutter Saarländerin mit italienischen Wurzeln. Als Kunsthandwerkerin war sie immer auf der Suche nach schönen Sachen, neuen Techniken und Materialien, entdeckte dabei das Cup-Cake-Machen und bot daraufhin Workshops an. In ihrem Geschäft verkaufte sie außerdem Zutaten und Zubehör für die kleinen bunten Kuchen.

Backförmschen in Saarland-Form Zuckerwerk Simone Luley

Erfinderin, Schatzsucherin und Genießerin

 

 

Backförmschen in Saarland-Form Zuckerwerk Simone Luley

Sußes Saarland

Irgendwann kam ihr die Idee zum Saarland-Backförmchen: „Ich ging zur IHK mit feuchten Händen“. Dort erfuhr sie die gute Nachricht: Sie wollte es nicht glauben, alle Bundesländer waren patentiert, nur das Saarland nicht. Simone Luley entwickelte die Form, ließ diese patentieren, kümmerte sich um Verpackung und Rezept und fand eine Firma, die „es BackFörmsche“ in Deutschland produziert. Zum Saarbrücker Weihnachtsmarkt 2015 begann der Verkauf.

Von sich selbst sagt sie: „Ich bin Erfinderin, Schatzsucherin und Genießerin und lasse mich gerne auf meinem Weg überraschen“. Die quirlige Frau und Mutter von drei Kindern ist selbst immer für eine Überraschung gut. Sie möchte jetzt Torten für Hochzeiten anbieten, dafür hat sie bereits eine Prüfung bei der Handwerkskammer abgelegt, wird bei einer Hochzeitsmesse im Januar dabei sein und plant ihren Laden umzubauen.

Aber „es BackFörmsche“ für „es scheenschde Bundesland uff da Welt“ wird es weiterhin geben.

Back Dir das Saarland

 

Für den reiseblog.saarland habe ich eine Variante mit Zimt gebacken, passend zum Advent und weil ich Zimt liebe. Worauf es beim Zimt ankommt, hatte ich bei meinen Zimtwaffeln geschrieben.

Mehl und Zimt habe ich von unseren Genuss-Partnern genommen. Wenn Saarland-Plätzchen, dann richtig!

Witzig finde ich, dass das Rezept „uff saarlännisch“ geschrieben ist:

  • Fir knapp 50 Plätzja
  • 300 g Mähl
  • 100 g Zugga
  • e Prise Salz
  • ähn Ei
  • 200 g Budder

Alle Zutade zum e glade Deich verknede. Zu na Kuchel forme, in Frischaldefolie wickle, fir knapp ähni Stun in de kihlschrank stell. De Deich durchknede. Uff na bemähld Awedsfläsch dinn ausrolle. Mim Förmsche die Plätzja aussteche. Uff e Backblech mit Backbabier lehe. Im vorgehetzde Backowe 10-12 Minute bagge (E-Herd: 180°C/Umluft: 160°)

Diese Mürbeteig-Plätzchen sind perfekt für Menschen mit wenig Zeit oder Erfahrung und gelingen garantiert – butterzart und knusprig.

Mein Fazit: Das Saarland ist nicht nur das schönste Bundesland, es ist definitiv auch das leckerste.