Der Mann von heute trägt Bart! Auch im Saarland!

Gerne länger und buschig, oftmals ein bißchen schief gestutzt. Der Mann von heute wirkt zweifelsohne geheimnisvoll. Aber so langsam wird es auch ein bißchen langweilig, wenn wieder einer mit Bart ankommt.

Und dann stehe ich vor dem mächtigen ZEUS und alles ist anders.

Mein Gott! Mein ZEUS! Was für ein Mann! Ein Original!

Er gehört im griechischen Götterhimmel zu den olympischen Göttern und steht hier an oberster Stelle. Doch all das beeindruckt mich nicht wirklich. Es sind seine Locken! Ambrosische Locken fließen durch Haar und Bart, wie Wellen, wie Blitze!

Dazu die vollen und sinnlichen Lippen. Er besitzt eine ungeahnte Ausstrahlung, kolossal, magisch.

Und immer wieder verliert sich der Blick in den Locken, so schön sind sie!

Leider ist der Göttliche aus weißem Marmor und wohnt eigentlich im Vatikan. Genauer gesagt im Museo Pio-Clementino. Gefunden wurde die mächtige Büste in Otricoli. Auch der junge Eugen von Boch war begeistert, als er ihn während eines Italienbesuches sah. Er malte ihn mit 14 Jahren.

ZEUS ist das erste Mal in Deutschland und kommt dann gleich ins Saarland, was wiederum ein Glück ist.

Und nun finden die schöne und kunstvolle Zeichnung von Eugen von Boch und das Original zusammen, was auch ein Glück ist.

Zu sehen ist der göttliche ZEUS im Rahmen der Ausstellung Inspiration Antike im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken.

Ach, noch ein Hinweis: Um Frauen zu verführen, nahm ZEUS oft andere Gestalt an.

 

Bild: Zeus Ausschnitt aus Zeichnung Eugen von Boch,

Eugen von Boch, Zeus von Otricoli, 1825, Villeroy & Boch AG (Foto: Villeroy & Boch AG)